Die Zahl ‚269‘ ist vielen Aktivisten der Tierrechtsbewegung bestens bekannt. Es war die Nummer, die ein schneeweißes Kalb an Stelle eines Namens trug, das kurz vor seiner Schlachtung in Israel von Tierrechtlern befreit und damit vor seinem sicheren Tod bewahrt wurde. Heute steht ‚269‘ stellvertretend für die Befreiung aller so genannten Nutztiere, egal ob aus Schlachthäusern, aus Pelzfarmen oder den Milchbetrieben.

Der 26.09. ist der Tag der Tierrechtsaktivisten

International hat sich daraus der 26.9. stellvertretend für ‚269‘ als festes Datum etabliert, an dem Tierrechtsaktivisten im Namen aller Tiere auf die Straße gehen, um gegen Massentötungen, Massentierhaltung und Tierleid zu protestieren. Als Zeichen der Solidarität haben sich einige Tierrechtler*innen sogar die Zahl ‚269‘ tätowieren lassen oder ließen sie sich auf die Haut brennen, wie auch Rinder gebrandmarkt werden.

Tiere als rechtlose Ware

Obwohl sich unsere Gesellschaft stolz Kultur und wissenschaftlichen Fortschritt auf die Fahnen schreibt, werden Tiere – also unsere Mitgeschöpfe – immer mehr zur rechtlosen Ware degradiert, gequält, missbraucht und in Massen getötet. In unserer Gesellschaft sind noch immer die Rechtsgüter Leben, Gesundheit und Freiheit allein dem Menschen vorbehalten, unsere Mitgeschöpfe werden rechtlich als Sache behandelt, um den empathie- und respektlosen Ge- und Missbrauch zu legitimieren. Das kann nicht länger hingenommen werden.

‚269‘-Aktion am Brandenburger Tor

Der ‚Aktive Tierschutz Berlin e.V.‘ stellt sich der Verantwortung und hat am Samstag, den 23.09. in Zusammenarbeit mit den befreundeten Tierschutzorganisationen ‚Basta‘ aus Szczecin (Stettin, Polen) sowie ‚Aktion Tierleid zeigen‘ eine ‚269‘-Aktion am Brandenburger Tor in Berlin veranstaltet, um mit einem Infostand und einer Leinwand neben Infomaterial auch Filmaufnahmen zur Aufklärung anbieten zu können. In Film-Beiträgen wurden auch katastrophale Zustände in Bio-Mastbetrieben gezeigt – auch wer zur Beruhigung des Gewissens auf so genannte Bio-Produkte zurückgreift, kann nicht sicher sein, kein Tierleid zu unterstützen.

Aufklärungsarbeit mit Herz, Verstand und Humor bei Aktiver Tierschutz Berlin e.V.

Tierschutz verlangt Reformen!

Im Zusammenleben mit unseren Mitgeschöpfen sind dringend Reformen nötig. Um diese auf den Weg zu bringen, braucht es neben dem Druck von Tierschutz-Organisationen, -Vereinen, Tierschützern und Tierrechtlern, neben Berichte und Filme in den Massenmedien auch den Willen der Konsument*innen, sich zu informieren und dann das eigene Verhalten, die eigene Einstellung zu hinterfragen.

Es kann nicht oft und deutlich genug erklärt werden, was hinter dem ‚Produkt Tier‘, also hinter dem Ei, der Milch, dem Pelz oder dem Stück Fleisch versteckt wird – das fühlende Lebewesen, das unseren Schutz dringend braucht. Egal ob im Freundeskreis, auf der Straße oder unter Arbeitskollegen, jeder hat die Möglichkeit, moralische Verantwortung für die schwächsten einer Gesellschaft zu übernehmen.

Wir machen immer wieder klar: Tierische Lebensmittel kommen nicht „aus dem Supermarkt“ – sondern von einst lebendigen Tieren!

Die Zahl der „Tierschützer“ wächst!

Die Zahl derer, die sich für die Rechte der Tiere stark machen, die bewusst auf Produkte, die Tierleid in Kauf nehmen, verzichten, die nicht bereit sind, am Konsum zu Lasten der Schwachen teilzunehmen, wächst. Berichte, Filme, Artikel und Beiträge zum Thema Tierquälerei, Gesundheitsgefährdung und Klimaschädigung durch Massentierhaltung werden häufiger produziert und veröffentlicht. Die kritischen Stimmen werden lauter. Aber noch ist der Widerstand nicht mächtig genug, um dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten.

Bis in den späten Abend informieren sich Passanten am Infostand

Aus diesem Grund wird ‚Aktiver Tierschutz Berlin e.V.‘ auch im nächsten Jahr werden an der Tradition festhalten und am 26.9.2018 eine weitere Aktion Respect Life Day durchführen.