Am Samstag, den 23. September fand in Hamburg eine Anti-Pelz-Demonstration statt. Der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. veranstaltete die Demo zu der bundesweit eingeladen wurde.

Unter anderem unterstützt von der Albert Schweitzer Stiftung, Animals United, Vier Pfoten und dem deutschen Tierschutzbüro. Weitere Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen wie Schutz der Waschbären e.V., VIER PFOTEN (Hamburger Ortsgruppe), PROVIEH und VEBU – Vegetarierbund Deutschland waren vertreten, ebenso der Aktive Tierschutz Berlin e.V.

Ehrenamtliche Mitglieder des Aktiver Tierschutz Berlin e.V. unterstützen tatkräftig die Demonstration

100 Millionen Marder, Nerze, Füchse aber auch Hunde & Katzen werden getötet

Über 100 Millionen Tiere sterben jährlich für die Modeindustrie, die Tendenz ist steigend. Marken wie Canada Goose bringen den grausamen Modetrend in die Läden und auf die Straßen. Für kurzlebige Modetrends werden unter anderem Marderhunde, Nerze, Füchse, Waschbären, Robbenbabys, ja, selbst Hunde und Katzen auf qualvolle Art und Weise für die Pelzindustrie getötet.

In winzigen Drahtkäfigen fristen die Tiere ein würdeloses Dasein in ihren eigenen Fäkalien. Durch den Bewegungsmangel entstehen so genannte Stereotypen, die auch als Käfigkollaps bekannt wurden. Vom Erschlagen bis hin zu Stromschlägen oder Erdrosseln werden die Tiere im Akkord getötet. Doch viele Tiere erliegen ihren schweren Verletzungen nicht und sind bei vollem Bewusstsein, wenn ihnen das Fell abgezogen wird.

Ein Großteil der Ware kommt aus China

Die meisten Pelze werden aus China importiert, wo es leider bis heute keinerlei Tierschutzgesetze gibt und das gnadenlose Vorgehen der Pelzlieferanten trotz zahlloser Proteste internationaler Tierschutzorganisationen wird auch weiterhin vom Chinesischen Staat geduldet. Für Pelzkragen, Bommel an Pudelmützen, Katzenspielzeug oder ganze Jacken und Mäntel müssen Tiere leiden und sterben.

In Einzelfällen konnte Hundefell als Kragen von Kleidungsstücken nachgewiesen werden, obwohl diese als Kunstpelz etikettiert waren. Hundefelle aus der Massentötung sind in China noch billiger als produzierte Kunstpelze. Zu Unrecht wird das Leben unserer Mitgeschöpfe zum reinen Wirtschaftsgut der Pelz- und Modeindustrie degradiert, obwohl sie Emotionen und Schmerz empfinden – ein moralische Unrecht, dass nicht geduldet werden darf.

Die Demo gegen Pelz in Hamburg war gut besucht!

Die Demo:

Zu Beginn der Veranstaltung wurden teilnehmende Vereine, Organisationen, Aktivisten und Teilnehmer*innen von einer Bühne auf dem Hamburger Rathausmarkt begrüßt, die Start- und Zielpunkt des Demonstrationszugs war. Gegen 12.30 Uhr setzte sich der Zug in Richtung Hauptbahnhof in Bewegung und führte durch gut besuchte Einkaufsstraßen, in denen die fast 1.000 Teilnehmer*innen bei vielen Passanten für Aufmerksamkeit sorgten. Selbst die Presse begleitete die Demonstration um im Zusammenhang mit der Veranstaltung über die Grausamkeit der Pelzindustrie zu berichten.

Im Laufe des Zugs wurde reichlich Info-Material verteilt, um auf das millionenfache Tierleid aufmerksam zu machen und alle Konsument*innen dazu aufzurufen, sich in dieser Herbst- und Wintersaison bewusst gegen den ‚Trend‘ zu stellen und das grausame Töten nicht länger hinzunehmen. Tierquälerei darf kein Modetrend sein! Jede/r einzelne stimmt mit seinem Portemonnaie ab.

Wir geben denen eine Stimme, die keine haben! Mitglieder des Aktiver Tierschutz Berlin e.V.

Zurück am Ausgangspunkt angekommen wurde die Aktion mit Wortbeiträgen und Musik unterstützt durch Tattoomodel und Tierrechtsmode-Vertreiberin Sandy P. Peng, die Moderatorin Simone Sombecki sowie die Sängerin Cate Evens. Ebenfalls dabei die Schauspielerinnen Clarissa Knorr, Maureen Havlena und Isa Belle Prchlik.

Eine wirklich gelungene Veranstaltung, die auf große Resonanz stieß und viel positives Feedback bekam – nicht nur von den Teilnehmer*innen. Mehr Bildmaterial gibt es auf FLICKR!

Tierleid zur Produktion von Statussymbolen ist zutiefst verwerflich und gehört geächtet und verboten. Der ‚Aktive Tierschutz Berlin e.V.‘ wird nicht müde, für dieses Ziel zu kämpfen.