Vergangenen Sonntag fand eine Demonstration in Maasdorf statt, an der wir uns vom Aktiver Tierschutz Berlin e.V. neben mehreren hundert anderen Aktivisten beteiligt haben. Anlass dazu gab kürzlich veröffentlichtes Videomaterial aus dem Schweinehochhaus einer Mastanlage, die schon mehrfach in berechtigter Kritik stand.

Neben dem als inzwischen normal geltenden Bildern von gegenseitig angefressenen Tieren, toten Artgenossen, die auf den Betonspalten Böden liegen und offenen Wunden der Tiere wurde noch erschütternderes Material per versteckter Kamera angefertigt. Es zeigt, wie Mitarbeiter der Anlage die Ferkel an den Hinterbeinen packen und den Kopf auf eine Metallkante schlagen. Ein klarer Gesetzesbruch.

Demonstation mit 650 Tierschützern

Das deutsche Tierschutzbüro rief deshalb zu dieser Demonstration auf, um mit gemeinsamen Kräften auf dieses Unrecht hinzuweisen. Es wurden Reisebusse aus den verschiedensten Städten, wie Hamburg, Berlin, Nürnberg oder Halle organisiert, die von Aktivisten der verschiedensten Organisationen angenommen wurden. Insgesamt waren rund 650 Tierschützer vor Ort, um ein Zeichen zu setzen.

Es fanden verschiedene Redebeiträge und musikalische Performances statt, wir bildeten eine Menschenkette vor dem Gebäude und Sprechchöre hallten durch den kleinen Ort.

Erschwerte Bedingungen für Demonstranten

Trotz staatlicher Schikanen, die darin bestanden, dass wir den Grünstreifen neben der Straße nicht betreten und mitgebrachte Fahnen keinen Fahnenstiel haben durften, haben wir uns von unserem Ziel nicht abbringen lassen. Ein System, das auf der einen Seite den millionenfachen Mord an unschuldigen Tieren juristisch legitimiert und subventioniert, aber auf der anderen Seite einem Tierschützer untersagt einen Grünstreifen zu betreten, das kann auf lange Sicht nicht ernst genommen werden und bedarf eine klare Veränderung.

Auch der Aktive Tierschutz Berlin e.V. steht für eine grundlegende Veränderung. Sei es das gestörte Mensch-Tier-Verhältnis, oder die Ausbeutung und Unterdrückung Schwächerer.

 

Es ist schwer den Alltag und sein eigenes Handeln in Frage zu stellen, doch jeder hat jeden Tag aufs neue die Möglichkeit sich selbst in Frage zu stellen.

Its violence, not food.